Wirtschaft

 

Die wirtschaftliche Entwicklung in Jordanien steckt seit Jahren in einer grossen Krise, was vor allem auf eine schlechte Handelsbilanz und eine hohe Arbeitslosenquote zurückzuführen ist. Eine weitere sehr wichtige Ursache, mit der die Volkswirtschaft zu kämpfen hat, sind die vielen politischen Krisen, die sich in der Region ereignen. Vor allem die Situation im Irak hat die jordanische Wirtschaft hart getroffen, weil dieser Partner zu den wichtigsten Handelspartnern der Region zählte. Seither versucht sich Jordanien stetig in das internationale Wirtschaftsgeflecht einzubinden, um sich neue Möglichkeiten zu eröffnen. Man ist bestrebt, das Land durch bilaterale Vereinbarungen in verschiedene Freihandelsräume zu integrieren. Hier zeigte man sich in der Vergangenheit vor allem mit Ländern aus der Region sehr verhandlungsbereit.

Einer der wichtigsten Sektoren der Wirtschaft ist die Landwirtschaft. In Jordanien können 5% der Gesamtfläche für landwirtschaftliche Erzeugnisse genutzt werden, jedoch bereitet die Wasserproblematik in vielen Regionen Probleme. Der wichtigste wirtschaftliche Zweig Jordaniens ist jedoch der Phosphatabbau. Dieser Rohstoff wird vor allem in der Düngemittelherstellung benötigt. Neben dem Phosphat werden aber auch viele weitere Rohstoffe abgebaut, hierzu zählen zum Beispiel Erze und Kali. In Jordanien konnte sich darüber hinaus auch eine chemische Industrie etablieren. Hierzu gehören eine Erdölraffinerie, welche Rohöl aus Saudi-Arabien weiterverarbeitet, und eine Zementfabrik. Ein besonders interessanter Rohstoff ist zudem Uran, von dem 3% der Weltreserven hier in Jordanien liegen.

Der Tourismus macht etwa 10% des Bruttoinlandprodukts aus und ist zudem die zweitwichtigste Devisenquelle. Jedoch kann die Anzahl der Touristen, die ins Land kommen sehr stark schwanken, was vor allem von den Entwicklungen in der Region abhängig ist.

Für die Zukunft setzt man hier in Jordanien aber auch auf die verschiedenen Solarkraftwerke, die man in den nächsten Jahrzehnten bauen möchte. So versucht man die Lage des Landes und die bisher nicht-verwendbaren Flächen zu nutzen, um das dringliche Energieproblem des Landes zu lösen.

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